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Stressempfinden

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Es ist keine Neuigkeit, dass der Stress, den wir während unserer Arbeitszeit empfinden sich auch auf unser Privatlegen übertragen kann. Balance wird durch die Vorstellungskraft eingeleitet, dass es auch anders gehen kann, ohne Pflicht und Ordnung zu vernachlässigen.

Ein schönes Beispiel habe ich in einem Inhouseseminar erlebt.

Eine Gruppe von ausschliesslich Mitarbeiterinnen, die hauptsächlich im Außendienst eines Serviceunternehmens tätig waren, saßen also zum Zeitmanagementseminar zusammen. Die Runde war fröhlich und wir lachten viel über die Darstellung unserer sogenannten Zeitdiebe unseres Alltags. Als wir dann konkret gemeinsam überlegten, wie wir die Zeit für sich selbst aber auch für das Unternehmen besser planen könnten haben die meisten Damen nur symbolisch mit dem Kopf geschüttelt. Der Tenor war. Wenn Sie unseren Chef kennen würden. Oder in dieser Branche wirst du zum Leibeigenen des Kunden. Eine der Anwesenden Damen lächelte nur. Die Kolleginnen nahmen sie gar nicht war bis ich sie fragte, was sie persönlich in ihrem Alltag ändern würde. Sie antwortete „Nichts“. Jetzt hatte sie die Aufmerksamkeit ihrer Kolleginnen. Sie begann zu berichten: „Ihr wisst doch alle, dass ich vor zwei Jahren so lange Krank war?. Wer von euch weiß, was ich hatte?“ Die Kolleginnen treten sich um und eine sagte spontan:“Ja, du warst doch auch in der Reha“ „Und Wiedereingliederung“ Die Dame meinte: „Ich mach`s kurz – keine von euch hat mal nachgefragt geschweige denn mich besucht. Ich hatte einen Tumor in der Brust, die mir letztendlich abgenommen wurde!“ Es herrscht betroffenes Schweigen. „Seit dieser Zeit habe ich für mich erkannt, dass es immer einen Weg gibt Zeit für sich und seine Aufgaben im Beruf zu haben, wenn man nur will! Sie fuhr fort. „Bis zu dieser Diagnose konnte ich mir das auch nicht vorstellen und ab da habe ich mir geschworen, wenn ich das überlebe, dann steht mein Leben an erster Stelle. Ich habe viel ausprobiert. Mit vielen Kolleginnen aus meinem Gebiet über Vertretungsregelungen gesprochen und wir haben festgestellt, dass diese Regelung sehr dürftig definiert war. Gemeinsam mit den Kolleginnen haben wir Lösungen gefunden, die es mir erlauben jeden Tag 2 Stunden Mittagspause zu genießen. In dieser Zeit bin ich 3 x die Woche im Fitnessstudio (die Dame war 59) und wir haben dort einen riesigen Spaß. Dieser Spaß und die Entspannung geben mir Kraft für meinen Alltag. Die anwesenden Kolleginnen waren sehr beeindruckt und ich initiierte im Betrieb nach Absprache mit den Regionalleitungen, dass die Dame intern als Ratgeberin für Zeitplanung und Organisation zur Verfügung steht.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch ohne eine solch dramatische Diagnose an eine Veränderung in Ihrer Einstellung zur Zeit glauben können.

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